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Die Christliche Versammlung Heidelberg möchte sich in allen
Fragen der Heiligen Schrift unterordnen, da diese die für uns
gültige, göttlich inspirierte Autorität ist. Von
Nachfolgendem glauben wir, dass die Bibel es bezüglich des
christlichen Glaubens lehrt:
Jedes Wort in den ursprünglichen Manuskripten der Heiligen
Schrift ist von Gott inspiriert, hat uneingeschränkte Autorität
und ist ohne Irrtum. Die Bibel ist die einzige schriftliche Offenbarung
Gottes an uns Menschen und ist unfehlbar. Deswegen haben wir vorbehaltloses
Vertrauen zur ganzen Heiligen Schrift (2. Tim. 3,16; 2. Petr. 1,21;
Spr. 30,5.6).
Es gibt nur einen Gott, der ewig in drei Personen existiert: Vater,
Sohn und Heiliger Geist. Gott ist Geist, unendlich, ewig und unveränderlich
(2. Mo. 34, 6.7; 5. Mo. 6,4; Mt. 28,19; Joh. 4,24; 10,30; Apg. 5,3.4;
2. Kor. 13,14; Hebr. 1,8ft).
Der Herr Jesus ist der ewige Sohn Gottes. Er wurde durch
ein Wunder Teil des Menschengeschlechts, indem Er aus einer Jungfrau
geboren wurde. Er sündigte nicht und Er konnte nicht sündigen.
Er ist als Stellvertreter für alle Sünden der Menschen
gestorben. Er ist begraben worden, ist leibhaftig aus dem Grab auferstanden
und ist aufgefahren zur Rechten des Vaters, wo Er jetzt als unser
Großer Hohepriester dient. Von dort wird er sichtbar wiederkommen.
(Mt. 1,21-23; Joh. 1,1.14; Apg. 1,9; Röm. 1,3.4; 2.Kor. 5,21;
Hebr. 4,14.15; 7,25; 13,8; 1.Petr. 2,24; 3,18).
Der Heilige Geist überführt den Sünder. Er
bringt alle wahrhaftig an Christus Gläubigen zur Wiedergeburt
und wohnt in ihnen. Bei der Bekehrung wird der Glaubende in den
Heiligen Geist hinein getauft und versiegelt. Er gibt ihnen Kraft,
ein heiliges Leben zu führen und schenkt die Geistesgaben für
den Dienst. (Mt. 28,19; Joh. 16,8; Röm. 8,9-16; 1.Kor. 12,13;
Eph. 1,13.14).
Adam wurde im Bild und Gleichnis Gottes geschaffen und war
ohne Schuld. Danach sündigte er und vererbte als Haupt des
Menschengeschlechts der ganzen Menschheit eine sündige Natur.
Außerhalb der Errettung Gottes ist der Mensch ewig verloren,
weil alle Menschen sündigen (1.110 1,27; 9,6; Röm. ,23;
5,12; Eph. 2,1).
Sünde ist jede Verletzung und jeder Ungehorsam gegenüber
dem geoffenbarten Willen Gottes. Sie ist auch ein Zustand, nämlich
die Abwesenheit von Gerechtigkeit, überhaupt alles, was nicht
an den Maßstab der vollkommenen Herrlichkeit Gottes heranreicht.
Gott hat verfügt, dass die Strafe für Sünde der Tod
ist (Jes. 53,6; Hes. 18,4; Röm. 3,23; Jak. 2,10; 4,17; Offb.
20,11-15). .
Die Errettung ist nur durch den Herrn Jesus Christus und
aufgrund Seines vollkommenen Erlösungwerkes am Kreuz. Die Errettung
geschieht aus reiner Gnade mittels des Glaubens an den Herrn Jesus
und nicht durch gute Werke oder das Halten des Gesetzes. Wirkliche
Erlösung äußert sich aber in guten Werken, die die
Rechtsforderungen des Gesetzes erfüllen. Sie wird von all denen
erfahren, die das Evangelium hören, von ihren Sünden umkehren
und auf Jesus Christus allein als ihren Herrn und Heiland vertrauen
(Mk. 1,15; Eph 2,8-10; Joh. 1,12.13; Apg. 4,12; Röm. 10,9-13;
l.Kor.15, 1-4; Hebr. 9,22).
Die universale Gemeinde oder Gemeinde besteht aus allen Menschen,
die zwischen Pfingsten und der Wiederkunft von Jesus Christus für
seine Gemeinde, an ihn gläubig geworden sind. Jede örtliche
Gemeinde sollte die Universalgemeinde in Miniatur darstellen, d.h.
die großen Wahrheiten, die diese kennzeichnen, zum Ausdruck
bringen. Die örtliche Gemeinde soll ausschließlich aus
Menschen bestehen, die an den Herrn Jesus glauben. Die Gemeinden
im Neuen Testament kamen zur Belehrung, zur Gemeinschaft, zum Brechen
des Brotes und zum Gebet zusammen und gingen zur Evangelisation
hinaus. (Apg. 2,42-47; l. Kor. 12,12f.27; Eph. 1,22f; 5,24f.30).
Alle wahren Gläubigen können auf der Grundlage
der Autorität des Wortes Gottes wissen, dass sie gerettet sind.
Diejenigen, die in Christus sind, sind gerettet und sicher für
alle Ewigkeit (Joh. 10,28.29; Röm1. 5,1; 2.Tim. 1,12, 1.Joh.
5,13).
Christen sind zum Führen eines heiligen Lebens berufen
(1. Petr. 1, 15-16). Sie sollen Jünger Jesu Christi sein (1.
Joh. 2, 6) und als solche ein Leben des Dienstes und des Zeugnisses
in der Kraft des Heiligen Geistes führen (Mk. 8, 34-35). Dieser
Dienst enthält ein Leben der Anbetung Gottes, der Dienst in
der Versammlung (Röm. 12, 4-8) und die Verbreitung des Evangeliums
in der ganzen Welt.
Jeder Gläubige ist ein Heiliger und ein Priester mit
Zugang zur Gegenwart Gottes. Das Neue Testament unterscheidet nicht
zwischen zwei Klassen von Gläubigen - zwischen Klerus und Laien.
Die Lehre, dass nur ordinierte oder geweihte Menschen bestimmte
Dienste in der Gemeinde wahrnehmen dürfen, während sie
den "Laien" vorenthalten werden, entbehrt jeglicher biblischer
Grundlage (1 Kor, 1,2; 1 Petr. 2,5-9).
Christus ist das Haupt jeder Gemeinde. Er vertraut aber Ältesten,
das sind Männer, die als Christi "Unter-Hirten" anerkannt
sind, die praktische Leitung an. Die Gemeinde soll auch Diener (Diakone)
haben, die den praktischen Bedürfnissen der Gemeinde dienen
sollen (Apg. 6,3-6; 1.Tim. 3,1-13; Heb. 13,17).
Die Taufe durch Untertauchen symbolisiert, dass der Gläubige
mit Christus gestorben und auferweckt worden ist, um in Neuheit
des Lebens zu wandeln. Die Symbole von Brot und Wein erinnern uns
an die Person und das Werk unseres Herrn. Bei dieser Gedächtnisfeier
beten die Gläubigen den Herrn an und verkündigen Seinen
Tod bis Er wiederkommt. In Übereinstimmung mit der Urgemeinde
soll das Mahl des Herrn wöchentlich an des Herrn Tag gefeiert
werden. (Mt. 28,19.20; Lk. 22,19.20; Apg. 10,47.48;).
Christus gibt jedem Gläubigen bei der Bekehrung durch
den Dienst des Heiligen Geistes irgendeine Gabe oder Gaben, um ihn
zum Dienst für den Herrn und zur Auferbauung anderer Gläubigen
auszurüsten. Die Gaben werden durch einen souveränen Akt
des Geistes Gottes geschenkt, und nicht als Reaktion auf die Wünsche
oder Gebete von Menschen. Manche Gaben gehörten zur Anfangs-
und Gründungszeit der Gemeinde. Die Zeichenhaften Gaben wie
z.B. Wundergaben, Heilung, Wunderwirkung, Sprachen und Auslegung
von Sprachen hatten ihren Hauptzweck als Zeichen für die Juden
während der Übergangszeit, als die Gemeinde gegründet
wurde. Der Zweck dieser zur Gründung gehörigen und wunderhaften
Gaben ist erfüllt worden (Rörn.12, 6-8; l.Kor.12, 7-l1;
14,22; 2Kor. 12,12; Eph. 2,20; 3,5; 4,11.12; Hebr. 2,3.4).
Gott hat verschiedene, Haushaltungen oder Verwaltungen mit
jeweils entsprechenden, das Leben und die Beziehung zu Gott bestimmenden
Regeln geoffenbart. In jeder Haushaltung ist der Weg der Errettung
allein aus Glauben. Oft nennt man die gegenwärtige Haushaltung
das Zeitalter der Gnade. Die Gemeinde existierte vor diesem Zeitalter
nicht und nimmt in den Prophetien der Schrift nicht den Platz Israels
ein. Auf die persönliche, jeden Augenblick bevorstehende Wiederkunft
des Herrn Jesus zur Entrückung der Gemeinde, folgt zeitlich
die Drangsal, dann die l000-jährige Herrschaft Jesu Christi
über die Erde und schließlich der ewige Zustand der Bestrafung
für die Nichterretteten und des Segens für die Erretteten
(Mt. 24,21.29.30; 25,46; Röm. 6,14; 1. Kor. 10,32; Eph. 3,2-6;
Kol. 1,25-27; 1.Thess. 4,13-18; 5,410; Hebr. 7,18.19; Offb. 10,1-6).
Jeder Gläubige in Gemeinschaft muss hinsichtlich der oben
angeführten zentralen Lehren (Abschnitt A) in Übereinstimmung
mit der Gemeinde sein. Obwohl wir wissen, dass die anderen hier
angeführten Lehren (Abschnitt B) Thema von Diskussionen unter
ehrlichen, bibelorientierten Christen sind, erachten wir sie als
wichtig und vertreten die oben angeführten Standpunkte. Wir
erwarten daher, dass diejenigen in der Gemeinde, die entgegen gesetzte
Überzeugungen haben, unser Schriftverständnis respektieren.
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